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Adresse Dr. med. Gerd Bade


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Wenn die Kiefergelenke aus dem Takt geraten ...
...leiden die Zähne, leidet der ganze Körper

Wenn die obere und die untere Zahnreihe gleichmäßig aufeinander treffen, befinden sich Kaumuskulatur, Gelenke, Nerven und Zähne in Harmonie. Ein System, das sehr empfindlich auf kleinste Veränderungen reagiert. Hier haben viele ungeklärte Schmerzen im gesamten Körper ihre Ursache. Die Schmerzsymptomatik ist dabei sehr breit gestreut. Lokale Beschwerden beim Zusammenbeißen - die Zähne passen subjektiv nicht richtig zueinander -, Bewegungseinschränkungen im Kieferbereich, Knackgeräusche, Kopfschmerzen, Schwindel oder Knirschen können hier genauso in Erscheinung treten wie Rückenschmerzen oder Muskelverspannungen im Schulter-Nackenbereich.

Der Schädel (Cranium) und der Unterkiefer (Mandibula) hängen funktionell eng zusammen. Kommt es zu einer Fehlfunktion spricht man von einer Craniomandibulären Dysfunktion (CMD).

Funktionsdiagnostik und Funktionstherapie des Kiefergelenks sind besondere Schwerpunkte der Zahnarztpraxis Dr. Bade.

Kleine Ursache - große Wirkung


Der Atlas-Wirbel - verblüffende Zusammenhänge und Ursache für vielseitige Beschwerden



Das Kiefergelenk schmerzt nicht nur „vor Ort“

Die Muskulatur unseres Kausystems bildet mit der Rücken- und Nackenmuskulatur einen funktionellen Zusammenhang. Ob beim Essen, Sprechen oder Schlafen - selten kehrt Ruhe ein. Aufgrund dieses Zusammenwirkens können selbst kleine Störungen umfangreiche Beschwerden verursachen. Unnatürliche Spannungen in der Kaumuskulatur werden dann über die Halswirbelsäule auf den gesamten Körper übertragen. Insbesondere der Atlaswirbel (1. Halswirbel) ist ein neuralgischer Bestandteil in diesem komplexen Funktionssystem.

Eine Fehlstellung des Rückens kann sich dadurch in Kopfschmerzen äußern, während minimale Fehler im Zusammenbiss des Ober- und Unterkiefers z.B. Nacken- und Gesichtsschmerzen oder Schwindel verursachen können. Oft werden Kiefergelenksbeschwerden erst nach einer jahrelangen Leidensgeschichte diagnostiziert, weil zwischen Symptomen und deren Grundlage kein Zusammenhang hergestellt wird. Beispielsweise werden Krankheitsbilder wie Tinnitus, Schlafstörungen oder Rückenschmerzen häufig nicht auf den Kiefer und die Zähne zurückgeführt. Auch in Form von Depression, Schlaflosigkeit, Stimmungsschwankungen und Angstzuständen können sich Funktionsstörungen auf die Psyche auswirken.

Dabei sind Auswirkung in „beiden Richtungen“ möglich: Das Kiefergelenk kann Beschwerden im Lenden-Becken-Bereich verursachen („absteigende Belastung“). Umgekehrt kann eine Fehlstellung der Wirbelsäule zu einer craniomandibulären Dysfunktion führen („aufsteigende Belastung“).

Mögliche Symptome einer Fehlstellung des Kiefergelenkes sind:

  • Zahnschmerzen
  • Kieferschmerzen
  • Knackgeräusche
  • Fehlbiss und fehlender Zahnkontakt
  • untypischer Zahnabrieb
  • Kopfschmerzen (Cephalgie)
  • Muskelschmerzen (Myalgie)
  • Fehlhaltung der Wirbelsäule
  • Verspannungen
  • Beinlängendifferenz
  • Tinnitus
  • Schwindel

Ursachen der CMD

Die CMD ist eine multifaktorielle Erkrankung mit den unterschiedlichsten Symptomen und Ursachen. Fehlfunktionen im Kiefergelenk entstehen häufig durch

  • fehlende Zähne (vor allem im Seitenbereich)
  • Zahnfehlstellungen
  • nicht passenden Zahnersatz
  • zu hohe, über den Zahnrand hinausragende Zahnfüllungen
  • nächtliches, starkes Zähneknirschen (Bruxismus)

Da schon ein fehlender Zahn das Kiefergelenk „aus dem Takt“ bringen und Einfluss auf die gesamte Körperstatik nehmen kann, empfehlen wir, Zahnlücken unbedingt schließen zu lassen. Ebenso sollte Zahnersatz regelmäßig daraufhin überprüft werden, ob er noch passig ist.


Diagnostik der CMD bei Ihrem Spezialisten Dr. Bade

Um Störungen im Zusammenspiel rechtzeitig zu erkennen und zu behandeln, untersuchen wir bei jedem Patienten nicht nur Zähne und Zahnfleisch, sondern auch den Zahnhalteapparat, die Kaumuskulatur sowie die Muskeln am Kopf und Hals. Mit gezielten Fragen nach typischen CMD-Beschwerden versucht Dr. Bade herauszufinden, ob bei Ihnen eine Fehlfunktion des Kiefergelenks vorliegt. Viele unserer Patienten sind erstaunt, was alles mit dem Kiefer und den Zähnen zusammenhängen kann.

Mit einem spezifischen CMD-Schnelltest (Auswertung nach Ahlers und Jakstat) überprüfen wir, ob bei Ihnen eine CMD vorliegt. Der Test dauert etwa eine Minute, ist ohne spezielle Instrumente durchführbar und basiert auf sechs Befunden. Mit dem Kurztest überprüfen wir, ob

  • Ihre Mundöffnung asymmetrisch verläuft,
  • Ihre Mundöffnung eingeschränkt ist,
  • Gelenkgeräusche (Knack- und Reibegeräusche) vorhanden sind,
  • okklusale Geräusche zu hören sind (beim Kieferschluss sollten alle Zähne gleichmäßig und insbesondere zeitgleich Kontakt erreichen),
  • die Muskelpalpation dreier, verschiedener Muskelfunktionen des Kausystems schmerzempfindlich ist
  • und ob Zahnsubstanzverluste durch Attritionen oder Abrasionen vorliegen.

Die Auswertung des CMD-Befundes beruht auf einer wissenschaftlichen Validierung. Die jeweilige Ausprägung der sechs Merkmale wird mit „Ja“ oder „Nein“ dokumentiert und am Ende addiert. Liegt der Summenwert bei den „Ja-Antworten“ bei zwei oder darüber, ist das Vorliegen einer CMD wahrscheinlich.

Hat sich aus dem CMD-Schnelltest bei Ihnen eine Verdachtsdiagnose ergeben, empfehlen wir zunächst eine manuelle Funktionsanalyse. Je nachdem wie diese Untersuchung ausfällt, empfiehlt sich eine instrumentelle Funktionsanalyse, die dank elektronischer Messungen noch sehr viel aufschlussreicher ist. Je früher wir bei Ihnen eventuell vorliegende Kiefergelenksbeschwerden diagnostizieren, desto effektiver können wir Langzeitschäden entgegenwirken.

Wenn bei Ihnen Symptome wie Kopfschmerzen, Rückenschmerzen, Verspannungen oder Schwindel auftreten, die Sie sich nicht erklären können, sprechen Sie uns gerne an. Wir prüfen, ob eventuell Ihre Zähne und das Kiefergelenk Schuld an Ihrem Unwohlsein sind.


Schienentherapie zur Behandlung

Oft bewirken kleine Veränderungen der Bissposition bereits eine deutliche Besserung der Beschwerden. Die übliche Behandlung einer Fehlstellung des Kiefergelenks besteht in einer Schienentherapie. Eine individuell angefertigte und unsichtbar im Mund getragene Schiene bringt dabei den Kiefer in eine optimale Position, wodurch sich die muskulären Strukturen entspannen und neu ausrichten können. Die Abklärung, ob ggf. eine Atlasfehlstellung vorliegt, sollte jeweils im Vorwege erfolgen.

Funktionsdiagnostik

Atlaswirbel – ein kleiner Knochen mit großer Auswirkung

Der Atlas ist der erste Halswirbel und befindet sich direkt unter unserem Schädel. Er bildet das Bindeglied zwischen zentraler Steuerung des Kopfes einerseits und dem gesamten Skelettsystem sowie den inneren Organen, Gefäßen und Drüsen bis hin zu den sensorischen Fasern der Füße. Der Atlas ist sehr empfindlich für Verletzungen, Fehlbelastungen und Funktionsstörungen.

Eine Fehlstellung oder Fehlbewegung des Atlas kann unter anderem für Kopf- und Nackenschmerzen, Schwindel, Bewegungsstörungen, Beckenschiefstand, Tinnitus, Entwicklungsstörungen bei Kindern, motorische Störungen sowie Lese- und Rechtschreibschwäche verantwortlich sein.

Eine Atlasfehlstellung kann auch die Ursache für eine Verschiebung Ihrer Kiefergelenke sein, die zu heftigen Kieferschmerzen führen kann. In diesen Fällen arbeiten wir mit einem Physiotherapeuten zusammen. Durch die Atlaskorrektur, die sehr sanft und schonend ausgeführt werden muss, normalisiert sich bei vielen der Zusammenbiss und der Kieferschmerz verschwindet. Die Kiefergelenke werden danach beide gleichmäßig belastet. Außerdem geraten muskuläre Dysbalancen wieder ins Lot.

Umgekehrt kommen auch Patienten aus der Physiotherapie zum CMD-Spezialisten, weil eine Fehlstellung des Kiefers oder eine muskuläre Dysbalance der Kiefermuskulatur zu einer Atlas-Fehlstellung oder starken Nackenverspannungen führen können, die wiederum Kopf- und Nackenschmerzen auslösen. Durch die Behandlung der Ursachen der craniomandibulären Dysfunktion können solche Fehlbelastungen des Atlas beseitigt werden.


Funktionsanalyse vor Zahnersatz

Die Funktionsanalyse führen wir nicht nur bei akuten Beschwerden, sondern auch im Vorfeld verschiedener zahnärztlicher Eingriffe (Zahnersatz, Gebiss-Sanierung) durch, um ein harmonisches Ergebnis zu erzielen.

Da jeder Kiefer Eigenheiten bei z.B. Kaubewegungen aufweist, verbessert eine Funktionsanalyse die Passgenauigkeit und Funktionalität von Zahnersatz deutlich.


Kostenübernahme

Zahnärztliche Leistungen der Funktionsanalyse und Funktionstherapie werden von den gesetzlichen Krankenversicherungen derzeit nicht übernommen.

Daher wird zwischen Zahnarzt und Patient eine individuelle Vereinbarung in Form eines Heil- und Kostenplans getroffen.

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